Frage der Woche 46/2018

Wie ist die steuerliche Behandlung wenn WIR-Checks anstelle von Barlohn bezahlt werden?

Die Antwort der Merki-Experten

Steuerliche Behandlung beim Arbeitnehmer: Die Steuerverwaltung Aargau schliesst sich der Empfehlung der Schweizerischen Steuerkonferenz an, wonach WIR-Checks als Geld und nicht als Naturalleistung bzw. nicht als Naturalgeschenk (Gutschein) zu qualifizieren sind. Der Nominalwert der als Lohnzahlung erhaltenen WIR-Checks bildet somit zu 100% Teil des Bruttolohns. Dies gilt auch für den (Allein-)Anteilsinhaber einer Gesellschaft. Kauft ein Mitarbeitender beim Arbeitgeber WIR-Checks mit Einschlag, stellt die Differenz zwischen dem Nominalwert und dem Erwerbspreis eine steuerbare Gehaltsnebenleistung dar. Davon ausgenommen ist der Kauf von WIR-Checks durch den (Allein-) Anteilsinhaber. Auch wenn der Arbeitnehmer nachweisen kann, dass er die WIR-Checks zu einem tieferen Wert als zum Nominalwert verwenden musste, ist für den Lohnausweis trotzdem der Nominalwert massgebend. Der Arbeitnehmer kann im Veranlagungsverfahren aber gegen einen entsprechenden Nachweis verlangen, dass für die Besteuerung auf den tatsächlich erzielten Wert abgestellt wird

Steuerliche Behandlung beim Arbeitgeber: Der Arbeitgeber hat die Lohnzahlungen in WIR-Checks zum Nominalwert im Lohnausweis des Arbeitnehmers aufzuführen. Dies gilt auch, wenn ein Arbeitnehmer vom Arbeitgeber ohne besondere Gegenleistung WIR-Checks erhält. Ebenfalls im Lohnausweis aufzuführen ist die Differenz zwischen Nominalwert und dem Erwerbspreis bei der verbilligten Abgabe von WIR-Checks an den Arbeitnehmer. Der in WIR-Checks ausbezahlte Lohnanteil stellt zu 100% AHV-pflichtigen Lohnaufwand dar. Der Einschlag auf für Lohnzahlungen verwendeten WIR-Checks ist somit als Lohnaufwand zu qualifizieren.