Frage der Woche 03/2019

Gibt es per 1. Januar 2019 Änderungen bei AHV-/IV-Leistungen in der 1. Säule?

Die Antwort der Merki-Experten

Ja. Nach vier Jahren werden die AHV-/IV-Leistungen in der 1. Säule um 0.9% erhöht.

Die minimale AHV-/IV-Rente steigt von CHF 1‘175 auf neu CHF 1‘185 pro Monat, die Maximalrente von CHF 2‘350 auf neu CHF 2‘370 (Beträge bei voller Beitragsdauer).

Die Mindestbeiträge der Selbständigerwerbenden und der Nicht-Erwerbstätigen für AHV, IV und EO werden von CHF 478 auf CHF 482 pro Jahr erhöht (Mindestbetrag für die freiwillige AHV und IV erhöht sich von CHF 914 auf CHF 922). Die Maximalbeiträge der Selbständigerwerbenden und er Nicht-Erwerbstätigen für AHV, IV und EO werden von CHF 23‘900 auf CHF 24‘100 pro Jahr erhöht.

Analog werden auch die Leistungen der Invalidenversicherung, Erwerbs-ersatzordnung und Ergänzungsleistungen angepasst. Bei den Ergänzungsleistungen wird der Betrag für die Deckung des allgemeinen Lebensbedarfs von CHF 19’290 auf CHF 19’450 pro Jahr für Alleinstehende, von CHF 28’935 auf CHF 29’175 für Ehepaare und von CHF 10’080 auf CHF 10’170 Franken für Waisen erhöht.

Frage der Woche 02/2019

Gibt es Mahngebühren für das nicht rechtzeitige Einreichen der Steuererklärung?

Die Antwort der Merki-Experten

Ja. Der Kanton Aargau hat eine Gesetzesänderung sowie eine Anpassung der Verordnung zum Steuergesetz beschlossen. Die Änderungen treten per 1. Januar 2019 in Kraft. Erstmals erfolgt eine Gebührenerhebung für nicht rechtzeitig eingereichte Steuererklärungen 2018 ab dem Jahr 2019. So wird beispielsweise eine Steuererklärung 2018, welche nach erstreckter Frist bis Ende Juni noch nicht eingereicht wurde, ab dem Monat Juli erstmals gemahnt und mit einer Gebühr von CHF 35 belegt. Wird die Steuererklärung auch bis zum gemahnten Termin nicht eingereicht, so erfolgt eine zweite Mahnung, welche mit einer Gebühr von CHF 50 belegt wird.

Als Kunde der Merki Treuhand AG kümmern wir uns rechtzeitig um ihre Fristverlängerungen.

Frage der Woche 01/2019

Aus welchen Gründen erstellt die Steuerbehörde einen Vermögensvergleich?

Die Antwort der Merki-Experten

Die Steuerbehörden plausibilisieren damit die materielle Richtigkeit der deklarierten Zahlen in der Steuererklärung.

Die Steuerbehörden stellen das Reinvermögen der Vorperiode dem Reinvermögen der aktuellen Steuerperiode gegenüber und ermitteln somit die Vermögenszunahme oder -abnahme. Die Differenz wird bereinigt durch Bewertungsdifferenzen z. B. von Wertschriften, Lebensversicherungen oder Fahrzeugen, Veränderungen in der steuerlichen Bewertung von Liegenschaften und steuerfreie Einkünfte wie Schenkungen, Kapitalgewinne oder Unterstützung aus öffentlichen Mitteln. Die Lebenshaltungskosten werden geschätzt. Sie entsprechen jedoch mindestens dem betreibungsrechtlichen Existenzminimum.

Resultiert aus der Vermögensvergleichsrechnung ein Einkommensmanko, stellt sich die Frage, ob die Einkommensdeklaration oder die Deklaration der Schulden vollständig sind. Resultiert ein hoher Einkommensüberschuss, wird geprüft, ob in der Steuererklärung alle Vermögenswerte deklariert wurden.  Der Vermögensvergleich wird dem Steuerpflichtigen zur Prüfung und Stellungnahme zugestellt. Kann ein vorhandenes Einkommensmanko nicht erklärt werden, wird die Veranlagung nach pflichtgemässen Ermessen von den Steuerbehörden vorgenommen.

Frage der Woche 52/2018

Sind Weihnachtsgeschenke steuerbar?

Die Antwort der Merki-Experten

Geschenke, welche die steuerpflichtige Person vom anderen Eheteil oder von den Eltern, Grosseltern, Urgrosseltern oder den eigenen Kindern erhalten, sind steuerfrei.

Anders verhält es sich, wenn z. B. der Götti seinem Göttikind einen Herzenswunsch erfüllt. Im Kanton Aargau müssen Geschenke nicht deklariert werden, die bei einer Gelegenheit wie Geburtstag, Weihnachten, Hochzeit, Prüfungserfolg oder Taufe ausgerichtet werden und den Wert von jeweils Fr. 2’000 nicht übersteigen (Gelegenheitsgeschenke).

Zu beachten ist, dass Schenkungen nicht der Einkommens-, sondern der Erbschafts- und Schenkungssteuer unterliegen.

Frage der Woche 51/2018

Können Negativzinsen, die für Einlagen bei Banken anfallen, bei den Steuern in Abzug gebracht werden?

Die Antwort der Merki-Experten

Ja. Im Kanton Aargau können Negativzinsen im Bereich des Privatvermögens allerdings nicht unter den Schuldzinsen in Abzug gebracht werden. Gestützt auf § 39 StG und Art. 32 Abs. 1 DBG müssen diese als Vermögensverwaltungskosten in Abzug gebracht werden.

Frage der Woche 50/2018

Reicht es, wenn ich als Einzelunternehmen eine Aufstellung über Einnahmen und Ausgaben sowie die Vermögenslage mache oder muss ich eine Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung, Anhang) aufstellen?

Die Antwort der Merki-Experten

Einzelunternehmen sowie Personengesellschaft mit einem Umsatz von weniger als CHF 500‘000 müssen keine Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung, Anhang) aufstellen. Es reicht, wenn Sie eine sog. „Milchbüechli-Rechnung“, also eine Aufstellung über Einnahmen und Ausgaben sowie über die Vermögenslage machen.

 

Frage der Woche 49/2018

Was kann im Onlineportal „ESTV Suisse Tax“ alles erledigt werden?

Die Antwort der Merki-Experten

Das Onlineportal “ESTV Suisse Tax” unter www.estv.admin.ch hat folgende Funktionen:

  • Elektronisches Einreichen der MWST-Abrechnungen
  • Möglichkeit von nachträglichen Korrekturabrechnungen
  • Zugriff auch für (externe) Beauftragte wie z. B. Treuhänder möglich
  • Beantragen von Fristverlängerungen (ab 1.1.2019 nur noch elektronisch möglich)
  • Übersicht der eingereichten / pendenten Abrechnungen
  • Bestellen von Eintragungs- und Unternehmerbescheinigungen.

Die Daten für die elektronische MWST-Abrechnung können neu direkt aus der Buchhaltungssoftware hochgeladen warden.

 

Frage der Woche 48/2018

Muss ich für jede Ausgabe bzw. jede Buchung in meiner Buchhaltung einen Beleg haben?

Die Antwort der Merki-Experten

Ja. Im Gesetz (Art. 957a Abs. 2 OR) werden fünf Grundsätze ordnungsmässiger Buchführung aufgeführt. Einer dieser Grundsätze ist der „Belegnachweis für die einzelnen Buchungsvorgänge“. Zur Kontrolle der vollständigen und richtigen Erfassung und Verarbeitung von Geschäftsvorfällen muss die Nachprüfbarkeit anhand von Belegen jederzeit gewährleistet sein. Der Grundsatz der Dokumentation fordert für jeden buchführungsrelevanten Vorgang das „Dokument“, das als Beweismittel stellvertretend für den wirtschaftlichen Sachverhalt einzustehen hat. Die Erfüllung der Forderung nach Dokumentation der Vorgänge bildet eine unerlässliche Voraussetzung für das Funktionieren des Rechnungswesen.

Frage der Woche 47/2018

Ist die MWST-Abrechnung in Zukunft nur noch online möglich?

Die Antwort der Merki-Experten

Die Online-Abrechnung der MWST wird der neue Standard. Das Papierformular wird somit bald abgelöst. Nur in Ausnahmefällen wird es in Zukunft möglich sein, das Papierformular bei der ESTV zu bestellen und einzureichen. Fristverlängerungen werden bereits ab 1. Januar 2019 ausschliesslich über das Onlineportal “ESTV Suisse Tax” möglich sein.

Falls Sie sich bei “ESTV Suisse Tax” noch nicht registriert haben, sollten Sie das möglichst bald auf der Webseite www.estv.admin.ch unter “ESTV Suisse Tax” vornehmen.

Frage der Woche 46/2018

Wie ist die steuerliche Behandlung wenn WIR-Checks anstelle von Barlohn bezahlt werden?

Die Antwort der Merki-Experten

Steuerliche Behandlung beim Arbeitnehmer: Die Steuerverwaltung Aargau schliesst sich der Empfehlung der Schweizerischen Steuerkonferenz an, wonach WIR-Checks als Geld und nicht als Naturalleistung bzw. nicht als Naturalgeschenk (Gutschein) zu qualifizieren sind. Der Nominalwert der als Lohnzahlung erhaltenen WIR-Checks bildet somit zu 100% Teil des Bruttolohns. Dies gilt auch für den (Allein-)Anteilsinhaber einer Gesellschaft. Kauft ein Mitarbeitender beim Arbeitgeber WIR-Checks mit Einschlag, stellt die Differenz zwischen dem Nominalwert und dem Erwerbspreis eine steuerbare Gehaltsnebenleistung dar. Davon ausgenommen ist der Kauf von WIR-Checks durch den (Allein-) Anteilsinhaber. Auch wenn der Arbeitnehmer nachweisen kann, dass er die WIR-Checks zu einem tieferen Wert als zum Nominalwert verwenden musste, ist für den Lohnausweis trotzdem der Nominalwert massgebend. Der Arbeitnehmer kann im Veranlagungsverfahren aber gegen einen entsprechenden Nachweis verlangen, dass für die Besteuerung auf den tatsächlich erzielten Wert abgestellt wird

Steuerliche Behandlung beim Arbeitgeber: Der Arbeitgeber hat die Lohnzahlungen in WIR-Checks zum Nominalwert im Lohnausweis des Arbeitnehmers aufzuführen. Dies gilt auch, wenn ein Arbeitnehmer vom Arbeitgeber ohne besondere Gegenleistung WIR-Checks erhält. Ebenfalls im Lohnausweis aufzuführen ist die Differenz zwischen Nominalwert und dem Erwerbspreis bei der verbilligten Abgabe von WIR-Checks an den Arbeitnehmer. Der in WIR-Checks ausbezahlte Lohnanteil stellt zu 100% AHV-pflichtigen Lohnaufwand dar. Der Einschlag auf für Lohnzahlungen verwendeten WIR-Checks ist somit als Lohnaufwand zu qualifizieren.