Frage der Woche 33/18

Welche Akten sind wie lange aufzubewahren?

Die Antwort der Merki-Experten

Privatpersonen während 5 Jahren
Mietzins-, Arzt- und Handwerkerrechnungen, Lohnforderungen und Versicherungsprämien
Unternehmen während 10 Jahren nach Austritt eines Mitarbeiters
Auserlesene Personalakten, Akten für die Sozialversicherungen und Lohndeklarationen
Unternehmen während 10 Jahren nach Ablauf des Geschäftsjahres und/oder 10 Jahre nach Löschung der Gesellschaft
Geschäftsbücher / Buchhaltungen und Buchhaltungsbelege / MWST-Abrechnungen und Unterlagen
Privatpersonen und Unternehmen während 20 Jahren
MWST-Abrechnungen und Unterlagen im Zusammenhang mit Immobilien
Privatpersonen unbegrenzt
Unterlagen über Finanzen im Zeitpunkt der Heirat
Unterlagen über erhaltene Erbschaften (Eigengut) und Schenkungen
Unterlagen über wertvolle Anschaffungen

Frage der Woche 32/18

Kann ich meine Nachkommen enterben?

Die Antwort der Merki-Experten

Das Erbrecht ist gesamtschweizerisch im Zivilgesetzbuch (ZGB) geregelt. Das ZGB lässt dem Erblasser bzw. der Erblasserin nicht die völlige Freiheit. Es hat sogenannte Pflichtteile festgelegt, welche die engsten Verwandten vor möglichen Ungerechtigkeiten schützen sollen. Geschützt werden der überlebende Ehepartner bzw. die Ehepartnerin, die Nachkommen (Kinder bzw. Grosskinder) und, falls keine Nachkommen da sind, die Eltern des Verstorbenen. Andere Personen wie Geschwister, Grosseltern oder weiter entfernte Verwandte sind nicht pflichtteilgeschützt.
Mit einem Testament verfügen sie über ihren Nachlass. Sind sie alleinstehend, bildet ihr gesamtes Vermögen ihren Nachlass. Sind sie verheiratet, bestimmt das Ehegüterrecht den Umfang Ihres Nachlasses.

Frage der Woche 31/2018

Ab welchem Altersjahr beginnt die AHV-Beitragspflicht? Was muss ich tun, um keine AHV-Beitragslücken zu riskieren?

Die Antwort der Merki-Experten

Erwerbstätige Personen sind ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres beitragspflichtig. Zu den erwerbstätigen Personen gehören auch Studenten und Lernende mit Erwerbseinkommen.
Nicht erwerbstätige Personen: Studierende Personen, mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz, müssen ab dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres Beiträge an die AHV/IV/EO in der Höhe von CHF 478.00 (Mindestbeitrag) jährlich bezahlen. Die Beiträge sind an die Lehranstalt zu entrichten. Ab dem 1. Januar nach Vollendung des 25. Altersjahres haben Studierende die Beiträge aufgrund ihrer sozialen Verhältnisse, und nicht mehr den Mindestbeitrag, zu bezahlen.
Versicherte, die mindestens während eines vollen Jahres Beiträge entrichtet haben, können Leistungen der AHV und der IV beanspruchen. Die Beiträge sind lückenlos zu bezahlen.
Achtung! Fehlende Beitragsjahre können zu Kürzungen der Renten führen.

Frage der Woche 30/2018

Was ist unter einer Vorfälligkeitsentschädigung bei einer Festhypothek zu verstehen?

Die Antwort der Merki-Experten

In der Regel muss eine Ausstiegsentschädigung – die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung – bezahlt werden, wenn eine Festhypothek vor Ende der Laufzeit aufgelöst wird. Die Höhe dieser Entschädigung hängt vom Zins ab, zu dem die Bank das zurückbezahlte Geld während der restlichen Laufzeit anlegen kann. Die Hypothekarnehmer müssen – beim derzeit aktuellen Zinsniveau – fast den gesamten Zins für die Restlaufzeit zahlen. Sofern die Hypothek durch eine andere, beim gleichen Kreditgeber, ersetzt wird, dürfen Vorfälligkeitsentschädigungen bei der Einkommenssteuer geltend gemacht werden.

 

Frage der Woche 29/2018

Sind Anteile an Erneuerungsfonds von Stockwerkeigentum in der Steuererklärung zu deklarieren?

Die Antwort der Merki-Experten

Grundsätzlich werden Anteile an Erneuerungsfonds steuerlich als Vermögen betrachtet. Da die Stockwerkeigentümergemeinschaft weder eine juristische noch eine natürliche Person ist, fehlt der Bezug zur Steuerpflicht. Der einzelne Stockwerkeigentümer aber ist steuerpflichtig und muss daher seinen Anteil am Erneuerungsfonds als Vermögen in der Steuererklärung deklarieren. Einzelne Kantone verzichten auf die Besteuerung von Vermögen an Erneuerungsfonds.

Frage der Woche 28/2018

Ab 1. Juli 2018 gilt die Stellenmeldepflicht. Welche Berufsgruppen sind betroffen?

Die Antwort der Merki-Experten

Im Februar 2014 hat das Schweizer Stimmvolk die Initiative „Gegen Masseneinwanderung“ angenommen. Das Parlament hat daraufhin eine Stellenmeldepflicht in Berufsarten mit hoher Arbeitslosigkeit beschlossen. Damit soll das Potenzial der inländischen Arbeitskräfte besser genutzt werden. Eine Liste der aktuell betroffenen Berufsarten finden Sie auf: www.arbeit.swiss.

Offene Stellen sind dem zuständigen RAV zu melden. Das RAV muss innert 3 Arbeitstagen die passenden Dossiers zustellen. Vom RAV erhalten Sie auch weitere Informationen.

Frage der Woche 27/2018

Wie sind Kryptowährungen in der Steuererklärung zu deklarieren?

Die Antwort der Merki-Experten

Guthaben in Kryptowährungen unterliegen der Vermögenssteuer und sind im Wertschriften- und Guthabenverzeichnis zu deklarieren. Der Nachweis hat mittels eines Ausdrucks der digitalen Brieftasche (Wallet), Stand per Ende der Steuerperiode, zu erfolgen. Die Eidgenössische Steuerverwaltung publiziert für Bitcoin einen Jahresendsteuerkurs. Andere Kryptowährungen sind zum Jahresschlusskurs der für diese Währung gängigsten Börsenplattform zu deklarieren. Bei der Einkommenssteuer sind Kursgewinne und Kursverluste im Privatvermögen in der Regel steuerlich unbeachtlich.

Frage der Woche 26/2018

Warum sind Wertgegenstände, wie grössere Bargeldbeträge, Gold, Edelsteine etc., welche in meinem Tresor lagern, in der Steuererklärung zu deklarieren?

Die Antwort der Merki-Experten

Auch diese Vermögenswerte gehören zum steuerbaren Vermögen und müssen zum Tageswert in die Steuererklärung einfliessen. Wären die Bargeldbestände, Gold und Edelmetalle auf der Bank deponiert würden die bewerteten Bestände auf einem Steuerauszug ausgewiesen. Schmuck und andere Wertgegenstände hingegen müssen im Hinterkopf präsent sein, um diese bei der Deklaration nicht auszuschliessen.

Frage der Woche 25/2018

Ich habe vom automatischen Informationsaustausch (AIA) gehört und möchte noch eine straflose Selbstanzeige einreichen. Wie lange habe ich die Möglichkeit dazu?

Die Antwort der Merki-Experten

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hat Mitte September 2017 ihre Haltung bezüglich der Frage, wie sich der AIA auf die Möglichkeiten zur (straflosen) Selbstanzeige auswirkt, kommuniziert. Nach Ansicht der ESTV wird die Kenntnis für dem AIA unterliegende Steuerfaktoren spätestens ab dem 30. September des Jahres, in welchem der diesbezügliche Datenaustausch (erstmals) stattfindet, vorausgesetzt. Eine Selbstanzeige nach diesem Zeitpunkt erfolge nicht mehr aus eigenem Antrieb. Deshalb ist nach Meinung der ESTV eine (straflose) Selbstanzeige für dem AIA unterliegende Steuerfaktoren ab diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.
Konkret bedeutet dies nach Meinung der ESTV, dass eine Selbstanzeige betreffend ein bisher unversteuertes Konto in Deutschland oder einem anderen EU-Land bis spätestens 30. September 2018 erfolgen muss. Bei einem Konto in Liechtenstein erfolgt der erste Datenaustausch erst ein Jahr später, weshalb dem Steuerpflichtigen bis spätestens 30. September 2019 Zeit bleibt.

Frage der Woche 24/2018

Sind Bauchentscheide gefährlich?

Die Antwort der Merki-Experten

Ihr Bauch weiss mehr, als Ihr Verstand glaubt. Selbst Verstandesmenschen wären ohne Bauchgefühl verloren. Denn durch die Intuition wird unser Handeln gesteuert und diese ist ein Erbe der Evolution. Deshalb können Bauchentscheide nicht grundsätzlich als gefährlich eingestuft werden, da der Bauch und das Gehirn zusammen arbeiten sollten.