Frage der Woche 02/2019

Gibt es Mahngebühren für das nicht rechtzeitige Einreichen der Steuererklärung?

Die Antwort der Merki-Experten

Ja. Der Kanton Aargau hat eine Gesetzesänderung sowie eine Anpassung der Verordnung zum Steuergesetz beschlossen. Die Änderungen treten per 1. Januar 2019 in Kraft. Erstmals erfolgt eine Gebührenerhebung für nicht rechtzeitig eingereichte Steuererklärungen 2018 ab dem Jahr 2019. So wird beispielsweise eine Steuererklärung 2018, welche nach erstreckter Frist bis Ende Juni noch nicht eingereicht wurde, ab dem Monat Juli erstmals gemahnt und mit einer Gebühr von CHF 35 belegt. Wird die Steuererklärung auch bis zum gemahnten Termin nicht eingereicht, so erfolgt eine zweite Mahnung, welche mit einer Gebühr von CHF 50 belegt wird.

Als Kunde der Merki Treuhand AG kümmern wir uns rechtzeitig um ihre Fristverlängerungen.

Frage der Woche 01/2019

Aus welchen Gründen erstellt die Steuerbehörde einen Vermögensvergleich?

Die Antwort der Merki-Experten

Die Steuerbehörden plausibilisieren damit die materielle Richtigkeit der deklarierten Zahlen in der Steuererklärung.

Die Steuerbehörden stellen das Reinvermögen der Vorperiode dem Reinvermögen der aktuellen Steuerperiode gegenüber und ermitteln somit die Vermögenszunahme oder -abnahme. Die Differenz wird bereinigt durch Bewertungsdifferenzen z. B. von Wertschriften, Lebensversicherungen oder Fahrzeugen, Veränderungen in der steuerlichen Bewertung von Liegenschaften und steuerfreie Einkünfte wie Schenkungen, Kapitalgewinne oder Unterstützung aus öffentlichen Mitteln. Die Lebenshaltungskosten werden geschätzt. Sie entsprechen jedoch mindestens dem betreibungsrechtlichen Existenzminimum.

Resultiert aus der Vermögensvergleichsrechnung ein Einkommensmanko, stellt sich die Frage, ob die Einkommensdeklaration oder die Deklaration der Schulden vollständig sind. Resultiert ein hoher Einkommensüberschuss, wird geprüft, ob in der Steuererklärung alle Vermögenswerte deklariert wurden.  Der Vermögensvergleich wird dem Steuerpflichtigen zur Prüfung und Stellungnahme zugestellt. Kann ein vorhandenes Einkommensmanko nicht erklärt werden, wird die Veranlagung nach pflichtgemässen Ermessen von den Steuerbehörden vorgenommen.