Frage der Woche 04/2019

Gibt es per 1. Januar 2019 Änderungen bei der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a)?

Die Antwort der Merki-Experten

Ab 1. Januar 2019 beträgt der maximal erlaubte Steuerabzug im Rahmen der Säule 3a CHF 6‘826 (bisher CHF 6‘768). Dies gilt für Personen, die einer 2. Säule (BVG) angeschlossen sind.

Erwerbstätige Personen, die keiner 2. Säule (BVG) angeschlossen sind, dürfen ab dem 1. Januar 2019 jährlich max. 20% des Erwerbseinkommens, aber höchstens CHF 34’128 einzahlen (bisher CHF 33‘840).

Frage der Woche 03/2019

Gibt es per 1. Januar 2019 Änderungen bei AHV-/IV-Leistungen in der 1. Säule?

Die Antwort der Merki-Experten

Ja. Nach vier Jahren werden die AHV-/IV-Leistungen in der 1. Säule um 0.9% erhöht.

Die minimale AHV-/IV-Rente steigt von CHF 1‘175 auf neu CHF 1‘185 pro Monat, die Maximalrente von CHF 2‘350 auf neu CHF 2‘370 (Beträge bei voller Beitragsdauer).

Die Mindestbeiträge der Selbständigerwerbenden und der Nicht-Erwerbstätigen für AHV, IV und EO werden von CHF 478 auf CHF 482 pro Jahr erhöht (Mindestbetrag für die freiwillige AHV und IV erhöht sich von CHF 914 auf CHF 922). Die Maximalbeiträge der Selbständigerwerbenden und er Nicht-Erwerbstätigen für AHV, IV und EO werden von CHF 23‘900 auf CHF 24‘100 pro Jahr erhöht.

Analog werden auch die Leistungen der Invalidenversicherung, Erwerbs-ersatzordnung und Ergänzungsleistungen angepasst. Bei den Ergänzungsleistungen wird der Betrag für die Deckung des allgemeinen Lebensbedarfs von CHF 19’290 auf CHF 19’450 pro Jahr für Alleinstehende, von CHF 28’935 auf CHF 29’175 für Ehepaare und von CHF 10’080 auf CHF 10’170 Franken für Waisen erhöht.

Frage der Woche 02/2019

Gibt es Mahngebühren für das nicht rechtzeitige Einreichen der Steuererklärung?

Die Antwort der Merki-Experten

Ja. Der Kanton Aargau hat eine Gesetzesänderung sowie eine Anpassung der Verordnung zum Steuergesetz beschlossen. Die Änderungen treten per 1. Januar 2019 in Kraft. Erstmals erfolgt eine Gebührenerhebung für nicht rechtzeitig eingereichte Steuererklärungen 2018 ab dem Jahr 2019. So wird beispielsweise eine Steuererklärung 2018, welche nach erstreckter Frist bis Ende Juni noch nicht eingereicht wurde, ab dem Monat Juli erstmals gemahnt und mit einer Gebühr von CHF 35 belegt. Wird die Steuererklärung auch bis zum gemahnten Termin nicht eingereicht, so erfolgt eine zweite Mahnung, welche mit einer Gebühr von CHF 50 belegt wird.

Als Kunde der Merki Treuhand AG kümmern wir uns rechtzeitig um ihre Fristverlängerungen.

Frage der Woche 01/2019

Aus welchen Gründen erstellt die Steuerbehörde einen Vermögensvergleich?

Die Antwort der Merki-Experten

Die Steuerbehörden plausibilisieren damit die materielle Richtigkeit der deklarierten Zahlen in der Steuererklärung.

Die Steuerbehörden stellen das Reinvermögen der Vorperiode dem Reinvermögen der aktuellen Steuerperiode gegenüber und ermitteln somit die Vermögenszunahme oder -abnahme. Die Differenz wird bereinigt durch Bewertungsdifferenzen z. B. von Wertschriften, Lebensversicherungen oder Fahrzeugen, Veränderungen in der steuerlichen Bewertung von Liegenschaften und steuerfreie Einkünfte wie Schenkungen, Kapitalgewinne oder Unterstützung aus öffentlichen Mitteln. Die Lebenshaltungskosten werden geschätzt. Sie entsprechen jedoch mindestens dem betreibungsrechtlichen Existenzminimum.

Resultiert aus der Vermögensvergleichsrechnung ein Einkommensmanko, stellt sich die Frage, ob die Einkommensdeklaration oder die Deklaration der Schulden vollständig sind. Resultiert ein hoher Einkommensüberschuss, wird geprüft, ob in der Steuererklärung alle Vermögenswerte deklariert wurden.  Der Vermögensvergleich wird dem Steuerpflichtigen zur Prüfung und Stellungnahme zugestellt. Kann ein vorhandenes Einkommensmanko nicht erklärt werden, wird die Veranlagung nach pflichtgemässen Ermessen von den Steuerbehörden vorgenommen.