Frage der Woche 20/2019

Was zeigt eine Geldflussrechnung auf und warum kommt ihr immer mehr Bedeutung zu?

Die Antwort der Merki-Experten

Die Geldflussrechnung (oder auch Cashflow Statement) ist ein integraler Bestandteil der finanziellen Berichterstattung. Sie lässt weniger Spielraum beim Ausweis der Zahlen zu und vermittelt ein cashbasiertes Bild des Unternehmens. Die Geldflussrechnung wird in der folgenden Struktur dargestellt:

Geldfluss aus Unternehmenstätigkeit (operativer Cashflow)

Geldfluss aus Investitionstätigkeit

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

Der operative Cashflow zeigt die Fähigkeit des Unternehmens Geldüberschuss aus dem operativen Geschäft zu erzielen, Investitionen aus eigener Kraft zu finanzieren, Finanzschulden zu amortisieren und Gewinne an die Eigentümer auszuschütten.

Frage der Woche 19/2019

Was bedeutet eigentlich Fulltime Equivalents, oder kurz FTE?

Die Antwort der Merki-Experten

Fulltime Equivalents (Vollzeitäquivalente) sind auf 100% Stellenprozente umgerechnete Anzahl Beschäftigte im Unternehmen. FTE werden oft für die Berechnung von Produktivitätskennzahlen verwendet.

Frage der Woche 18/2019

Ich habe mich schrittweise und über eine Dauer von zwei Jahren selbständig gemacht. Seit diesem Jahr übe ich meine selbständige Erwerbstätigkeit im Haupterwerb aus. Kann ich meine BVG-Austrittsleistungen i.Z. mit der Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit noch beantragen oder ist es aufgrund der Frist von einem Jahr (siehe Frage der Woche 16/2019) zu spät?

Die Antwort der Merki-Experten

Für Personen, die in Teilschritten eine selbständige Erwerbstätigkeit aufnehmen, beginnt die Jahresfrist für die Beantragung der Barauszahlung erst in dem Zeitpunkt zu laufen, in dem die versicherte Person nicht mehr der obligatorischen Versicherung unterstellt ist. D.h. in dem Zeitpunkt, in dem die selbständige Erwerbstätigkeit im Haupterwerb ausgeübt wird.

Frage der Woche 17/2019

Ich möchte mich selbständig machen und mir meine BVG-Austrittsleistungen als Startkapital auszahlen lassen. Die Bedingungen dafür sind der Wegfall der Unterstellung unter die obligatorische berufliche Vorsorge sowie die Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit. Was bedeutet das?

Die Antwort der Merki-Experten

Selbständigerwerbende, die eine selbständige Erwerbstätigkeit im Haupterwerb ausüben, sind nicht der obligatorischen beruflichen Vorsorge unterstellt. Wer allerdings eine selbständige Erwerbstätigkeit nur im Nebenerwerb ausübt und im Haupterwerb Arbeitnehmender ist, untersteht für den aus dem Arbeitsverhältnis erzielten Lohn der obligatorischen Versicherung und hat somit keinen Anspruch auf eine Barauszahlung.

Zu beachten ist auch folgendes: Wenn man eine Kapitalgesellschaft gründet (insbesondere AG oder GmbH) und sich bei dieser anstellen lässt, bleibt man auch als Gründer aufgrund des Arbeitsvertrags mit dem Unternehmen im Sinne des AHV-Rechts angestellt und kann keinen Vorbezug tätigen.

Frage der Woche 16/2019

Kann ich meine BVG-Austrittsleistungen bei Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit beziehen

Die Antwort der Merki-Experten

Unter folgenden Bedingungen kann gemäss Art. 5 Abs. 1 lit. B FZG die Barauszahlung der Austrittsleistungen verlangt werden:

  • Wegfall der Unterstellung unter die obligatorische berufliche Vorsorge
  • Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit
  • Die Barauszahlung muss innerhalb eines Jahres nach Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit bei der zuständigen Vorsorgeeinrichtung beantragt werden.

Zu beachten ist, dass bei diesem Barauszahlungsgrund das Alles-oder-nichts-Prinzip gilt. Ein Teilbezug der Austrittsleistungen ist bei der Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit nicht möglich.

Frage der Woche 15/2019

Stimmt es, dass Kadermitarbeitenden keine Überstundenentschädigung zusteht?

Die Antwort der Merki-Experten

Die Regelungen im OR betreffend Überstunden gelten auch, sofern nicht anders schriftlich vereinbart, grundsätzlich auch für leitende Kadermitarbeitende. Ein Verzicht auf die Kompensation oder Auszahlung von Überstunden ist deshalb schriftlich und im Voraus zu vereinbaren.

Frage der Woche 14/2019

Muss ich meine Überstunden kompensieren oder kann ich auf die Auszahlung bestehen?

Die Antwort der Merki-Experten

Die Kompensation von Überstunden erfordert das Einverständnis des Mitarbeitenden. Dieses Einverständnis kann auch im Arbeitsvertrag oder einem vertraglichen Reglement festgehalten sein. Andernfalls sind die Überstunden auszuzahlen. Werden die Überstunden nicht kompensiert, müssen sie mit einem Zuschlag von 25% ausbezahlt werden. Von diesen Vorschriften im OR zu den Überstunden kann im gegenseitigen Einverständnis abgewichen werden. Allerdings muss dies schriftlich vereinbart werden. Eine mündliche Information oder ein Anschlag an einer Informationstafel genügen nicht. Vielfach wird diese Vereinbarung bereits im Arbeitsvertrag getroffen. Es kann dort z. B. auch vereinbart werden, dass Überstunden bereits im Lohn inbegriffen sind oder Überstunden weder kompensiert noch ausbezahlt werden. Zu beachten ist, dass ein rechtsgültiger Verzicht des Arbeitnehmers auf die Kompensation oder 1Auszahlung von bereits geleisteten Überstunden im laufenden Arbeitsverhältnis nicht möglich ist. Eine schriftliche Vereinbarung ist nur auf zukünftig zu leistende Überstunden rechtsgültig.

Frage der Woche 13/2019

Dürfen Lernende Überstunden bzw. Überzeit machen?

Die Antwort der Merki-Experten

Die tägliche Arbeitszeit darf für jugendliche Arbeitnehmende maximal neun Stunden betragen und muss inklusive Pausen innerhalb von zwölf Stunden liegen. Auf die Arbeitszeit sind allfällige Überzeitarbeit sowie obligatorischer Unterricht, soweit er in die Arbeitszeit fällt, anzurechnen.

Frage der Woche 12/2019

Was ist der Unterschied zwischen Überstunden und Überzeit?

Die Antwort der Merki-Experten

Von Überstunden spricht man, wenn die vertraglich festgelegte Normalarbeitszeit oder die im Unternehmen übliche Arbeitszeit überschritten wird.

Von Überzeit wird gesprochen, wenn die wöchentliche gesetzliche Höchstarbeitszeit (je nach Branche 45 bis 50 Stunden) überschritten wird.

Für die Überzeit gelten spezielle, verschärfte Bestimmungen im Arbeitsrecht.

Frage der Woche 11/2019

Wer unterliegt der Kirchensteuerpflicht?

Die Antwort der Merki-Experten

Nur natürliche Personen können als Kirchenangehörige einer Landeskirche der Kirchensteuer unterliegen. Neben der Zugehörigkeit zu einer Landeskirche muss die natürliche Person aufgrund persönlicher oder wirtschaftlicher Zugehörigkeit in der betreffenden Kirchgemeinde steuerpflichtig sein. Nur so fällt sie unter die Steuerhoheit der Landeskirche.

Bei konfessionell gemischten Familien ist eine Aufteilung des Einkommens und Vermögens (nach Köpfen) erforderlich.